Roter Faden
strickt Visionen
Roter Faden
Rettungsanker
Freaks gehen zweibeinig
Zweibeinige Fraggles nur auf vier Beinen
Eine mögliche Lebensmaxime könnte sein: Tue immer das, wogegen das meiste gerade spricht. Das hört sich nicht bequem an und wahrscheinlich kriegt man des öfteren kalte Füße. Gestern bin ich durch ein anderes Meer getaucht und sitze heute an anderen Tischen. Bye-bye Junk, bye-bye Hirnfick - welcome to New York!
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Und wie lautet Ihr Geschäftskonzept? Antwort: „Heile Welt“. So. Und das geht dann offensichtlich klar. Wie zum Beispiel bei einem „Tea Room“ oder bei einem „Petit Café“. Ich meine, andererseits profitiere ich davon, z. B. am Samstagmorgen. In dem Zeitfenster außerhalb meines Hamsterrads, in dem ich so tue, als wäre die Welt ganz okay …
Ich glaube ja, dass die Leute, die die Fahne am höchsten halten, am wenigsten von dem überzeugt sind, was drauf steht. Da steht zum Beispiel: „Ich bin wichtig“, „Ich bin richtig“, „Ich bin unabhängig“. Ich will hier nicht ein kleines Ego beruhigen, das nicht glauben will, dass das alles Gold ist, was glänzt. Darum geht es gar nicht. Aber …
… the stories that they tell.
Ich will hier gar nicht viele Worte verlieren. Nur so viel: Ich freue mich riesig, dass die Laurence Miller Gallery mir erlaubt hat, eine Fotografie von Helen Levitt hier zu veröffentlichen. Das Bild ist Lebensgefühl, “urban poetry”, Sommer in schwarz-weiß …
Oh, city streets. They can be heaven …
Ich will jetzt hier kein Hohelied auf die Rumtreiber, Quirligen, Rastlosen anstimmen. Die zum Yoga-Kurs hetzen mit den Worten „Ich muss mich entspannen, aber schnell“. So wie ich. Das ist auch irgendwie pathologisch. Aber wenn Sie Ihr Sofa für das einzig wahre Refugium halten, dann sind Sie auf dem besten Wege – sollten wir uns mal auf der Straße oder sonstwo begegnen – mich zu nerven …
Wenn Sie gerade 33 Jahre alt sind, dann sollten Sie mir jetzt genau zuhören: Treffen Sie in diesem Jahr keine größeren Entscheidungen! Was danach kommt, kann ich nicht sagen. Aber momentan befinden Sie sich in einer kritischen Phase. Wer schon älter ist, weiß, wovon ich spreche oder sitzt gerade auf einer Baustelle, weil ihn diese Warnung zu spät erreicht. Alle anderen denken, ich spinne oder hatten eh nicht vor, sich für irgendetwas zu entscheiden.
Wenn Sie diesen Satz zu Ende gelesen haben, werden Sie durch keine Einkaufsstraße mehr gehen, an keiner Massenveranstaltung teilnehmen oder einfach nur in irgendeiner Kneipe rum sitzen können, ohne dass Ihnen auffällt, dass insbesondere dicke Mädchen gerne Pink tragen. So!
Jetzt frage ich mich natürlich, warum ist das so. Und warum frage ich mich das? Weil die Farbe Pink dicke Menschen optisch noch dicker macht. Jetzt könnte es natürlich sein, dass diese Menschen sich dabei wohl fühlen, dick zu sein und das auch gerne zeigen. Das fände ich sehr begrüßens- und beneidenswert. Das ist aber nicht so.